Offene Worte an alle Helfer
Oft freuen wir uns gemeinsam über den glücklichen Ausgang eines Hundeschicksals, das hier auf unserer Homepage veröffentlicht wird. Manchmal trauern wir gemeinsam, wenn wir nicht mehr helfen konnten. All dies stärkt uns aber gegenseitig, auch die gemeinsame Trauer!
Leider wurde uns aber in letzter Zeit auch Kritik zugetragen, nachdem es mit einem Tier aus irgendwelchen Gründen in der Pflegestelle nicht geklappt hat. Sei es, dass das Tier krank war und nicht lange lebte, dass es nicht gleich stubenrein wurde, oder einfach nur die Erwartungen einer neuen Pflegestelle nicht erfüllte. Diese Kritik schwächt uns sehr und es schmerzt, wenn nach all dem Bemühen um ein Tier Schuldzuweisungen stattfinden, wenn etwas nicht so klappt, wie alle Beteiligten es sich wünschen würden.
Tiere sind Lebewesen, jedes Tier ist anders und oftmals kann man vom Verhalten im Tierheim nur begrenzt auf das Verhalten in der Pflegefamilie oder am Endplatz schließen.
Daher unsere große Bitte: Geben Sie den Tieren ein bisschen Zeit, sich um- und einzugewöhnen. Haben Sie Verständnis für die geschundene Tierseele, die erst einmal wieder Vertrauen in seine Umgebung bekommen muss. Ein wichtiges und leider schmerzliches Thema sind momentan auch die Kosten. Da der Verein in letzter Zeit sehr viele kranke Tiere versorgen musste, ist uns finanziell „die Puste ausgegangen“. Wir vermitteln in der nächsten Zeit ohnehin nur noch über die Tierheime Colmar und Liepvre, die dann zwar eventuell zum Teil Kosten übernehmen können, dies aber nur nach Absprache. Wir bitten unsere Pflegestellen deshalb darum, Tierarztbesuche, die sie vom Tierheim zurückerstattet haben möchten, erst mit uns abzusprechen. Dennoch ist aber nicht gewährleistet, dass die Kosten voll oder teilweise erstattet werden.
Nehmen Sie daher bitte nur ein Tier in Pflege, wenn Sie vorübergehend dafür aufkommen können!
Auch fuhren uns in letzter Zeit immer weniger Leute entgegen, die einen Hund oder eine Katze aufnahmen. Es müssen teilweise lange Fahrten von uns bewältigt werden, die viel Zeit und viel Geld kosten. Wir alle kommen selbst für unsere Benzinkosten auf – sie werden NICHT vom Verein oder vom Tierheim erstattet und die Schutzgebühr geht an das Tierheim. Kein Züchter bringt Ihnen ein Tier entgegen, geschweige denn vor die Haustüre! Wenn Sie beim Züchter ein Tier kaufen, müssen Sie einen hohen Preis zahlen (ein Australian Shepherd, wie Tracy 1 kostet um die 1000.- Euro) und oft viele Kilometer weit fahren, um das Tier abzuholen.
Es würde auch uns sehr helfen, wenn mehr Bereitschaft vorhanden wäre, das Tier in Liepvre oder Colmar selbst abzuholen, oder zumindest ein Stück entgegen zu kommen – und wenn alle Stricke reissen – wenigstens die Spritkosten zu übernehmen, wenn Sie stolze Tierbesitzer werden. Davon abgesehen würde sich das Tierheimpersonal sehr freuen, die Leute persönlich kennen zu lernen, in deren Obhut sie ihre Schützlinge übergeben.
Auf Grund all dieser neuen Entwicklungen ist der Verein gezwungen, sich ausschließlich für die Vermittlung der Tiere aus Colmar und Liepvre und der anderen befreundeten Tierschutzvereine, die eigenverantwortlich auf unserer Homepage Tiere einstellen, stark zu machen. Wir wollen weiterhin versuchen, besonders den Notfällen in den Tierheimen ein Forum zu schaffen, Spendenaufrufe für sie tätigen, um die Tierheime finanziell unterstützen zu können und generell Tierschutzanliegen über die Homepage bekannt machen.
Viele kleine Tierschutzvereine sind momentan gezwungen, durch die neue Gesetzgebung umzudenken und sich neu zu organisieren.
Wir hoffen sehr, dass wir auch als „Vermittler“ vielen Tieren in ein glückliches Leben verhelfen können und rechnen weiterhin mit EUCH, denn ohne die große Unterstützung der vielen Menschen, würden unsere Amons und Papis vielleicht noch heute unsägliche Schmerzen aushalten müssen und unsere Hercules, Sams und Charlies im Tierheim versauern…
Bitte helfen Sie uns weiterhin und unterstützen Sie uns auch mit Ihrem Wohlwollen, wenn Sie über uns sprechen – auch wenn nicht immer alles gut ausgehen kann: Denn Leben, Krankheit und Tod sind nun einmal unberechenbar und damit haben wir es im Tierschutz täglich zu tun.
Warum helfen?
Viele der Hunde, denen wir mit dieser Webseite helfen möchten, stammen aus dem Elsass (Frankreich). Wir kämpfen dort um die Rettung von „nicht vermittelbaren“ Hunden und schaffen es mit unbändig viel Energie immer wieder, Einzelne vor dem Tode zu bewahren. Im Elsass kommt es ganz auf die Leitung der Auffangstationen an, ob Tiere eingeschläfert werden oder nicht. Spätestens Hunde ab 4 Jahren haben generell schlechte Chancen auf Vermittlung. Wir betreuen hauptsächlich zwei Tierheime im Elsass, das eine mit ca. 40 Plätzen ist für 127 (!!) Gemeinden zuständig. Dort werden die Tiere bei Platzmangel eingeschläfert. Was sollen sie auch sonst tun? Zum Teil sitzen die armen Kerlchen schon 5 Jahre, in Einzelboxen … Was ist jetzt besser, schlechter??
Im Tierheim Mulhouse (auch im Elsass) warten noch viel mehr Hunde :;-(((
Auch dort wird noch regelmäßig eingeschläfert – man kann es sich kaum vorstellen!
Ein Gassigeher erzählte: „Eine Hündin kam im September ins Heim und zum ersten mal draußen (Gassi) war sie im Mai!“
Tja so geht’s da zu …
Langfristig muss sich wirklich vom Gesetz her etwas ändern und vor allem muss die Kastration gefördert werden! Bis dahin werden halt immer die dringendsten Hunde rausgeholt und die anderen werden ins Internet gesetzt und GEHOFFT. Nun ist es an Ihnen!!!
Vielleicht können Sie ja einen der Hunde als neues Familienmitglied begrüßen? Oder Sie könnten als Pflegestelle bis zur endgültigen Vermittlung einem Hund ein warmes Plätzchen schenken. So ist zumindest (s)ein Leben gerettet. Oder Sie könnten spenden: für Pflegestellen, Tierarztkosten (siehe unsere Spendenmarathons für einzelne Notfälle) u.v.m.
Alternativ könnten Sie einfach für uns „werben“ – denn: je bekannter das Elend in Frankreichs Tierstationen wird, desto eher wird sich etwas ändern!
Warum wir Hunde in eine Hundepension mit Trainer bringen möchten und dafür Ihre Unterstützung brauchen
Manche Hunde,
so wie damals der Rottweiler Kenzo, der von Jugendlichen mißhandelt wurde und keinem Menschen mehr vertrauen wollte. Er hat, dank der Unterbringung in einer Pension mit gezieltem Training, heute ein wunderbares Zuhause gefunden.
Oder Beauceron Tex, der aufgrund seines Futterneids sein Zuhause und das Vertrauen in die Menschen verlor und nur durch den Einsatz eines Trainers und seiner Gassigeher in der Pension, den Sprung in ein neues Leben geschafft hat.
Oder Ewok, die Dogge, der immer falsch verstandene Riese!
Bei Rottweiler Cayra war die Hundepension das Sprungbrett für eine glückliche Vermittlung.
Dies alles waren Hunde, die in eine Hundepension ziehen durften, weil sie als „schwierige Hunde“ galten und es gibt leider noch einige mehr:
Charly – der Mixrüde wartet seit 2015 im Tierheim, eine ganz arme Socke!
Durch Spenden konnte er in die Hundepension umziehen.
Dort können wir ihn in einem stressfreieren Umfeld in Ruhe kennenlernen, einschätzen, mit ihm arbeiten und dann, mit diesem Wissen, seine passenden Menschen suchen.
Woher kommen die Hunde?
Die Hunde im Elsass landen auf unterschiedlichen Wegen im SPA:
- Sie werden von ihren Besitzern abgegeben. Die am häufigsten genannten Abgabegründe sind:
- Wir haben keine Zeit mehr, oder wir hatten noch nie Zeit (dass heisst der Hund war sein ganzes Leben im Garten oder an der Kette, oder oft allein in einer Wohnung) daraus resultiert Abgabegrund Nr.2:
- der Hund haut ab (aus dem Garten),
- gräbt den Garten um
- oder der Hund kann nicht alleine bleiben
- Weiterhin werden die Hunde anonym nach dem Prinzip „Babyklappe“ in die am Tierheimeingang sich befindenden Boxes d`acceuil (Aussetzboxen) gesteckt. Das ist zwar besser als den Hund im Wald auszusetzen oder anzubinden, allerdings scheinen manche Menschen nicht zu bedenken, wie kalt es vor allem für kurzfellige Rassen und Welpen, nachts bei Minusgraden in so einer kleinen Box ist! (z.b. 2005, kurz vor Weihnachten: 2 fünf Wochen alte Welpen…)
- Sehr viele Hunde müssen auf Strassen oder in Ortschaften eingefangen werden.
- Und zuguterletzt stammen viele der Hunde aus Beschlagnahmungen: dubiose Züchter (Erfahrungsbericht einer jungen Frau lesen…), Hundehändler….. Manche Menschen vom fahrenden Volk versuchen schnelles Geld mit Hunden zu verdienen. Was nicht verkauft wird, wird ausgesetzt oder schlecht versorgt und schlecht behandelt.
Diese Hunde kommen oft in einem sehr miserablen körperlichen und seelischen Zustand ins SPA. Die Haut ist angegriffen und das Fell ausgefallen
Zukunftsaussichten oder Wie geht es weiter
Inzwischen hat sich sehr viel getan für die Colmar- und Liepvrehunde. Viele der „Ladenhüter“ die in Frankreich null Chancen auf ein Zuhause mehr hatten, leben nun bei Menschen die sich für sie entschieden haben!
Es gab so viel Zuspruch und Hilfe für die Hunde und unsere Arbeit, dass wir uns entschlossen haben, einen Verein zu gründen, um noch effektiver helfen zu können.
Der Verein heisst „sans frontières“, das bedeutet „ohne Grenzen“, da wir hier direkt an der französischen Grenze leben und den Tieren helfen.
Sie können natürlich auch >> Mitglied in unserem Verein werden
Ein positiver Nebeneffekt unserer Tierschutzarbeit ist die Vertiefung und Verbesserung des deutsch-französischen Verhältnisses, das mancherorts leider immer noch auf Mißtrauen auf beiden Seiten beruht.
Wir haben mittlerweile ein herzliches, vertrauensvolles Verhältnis zu den Mitarbeitern der beiden SPA`s, was unsere gemeinsame Arbeit ungemein erleichtert.
In manch anderem Elsässer Tierheim bekommen Deutsche und Schweizer nur mit grössten Anstrengungen ein Tier! Wir haben auch zusammen mit dem „President“ des SPA Liepvre gut organisierte und gebaute deutsche und Elsässer Tierheime besichtigt, um Anregungen für den Bau eines neuen SPA`s zu bekommen.
Wir haben sehr viel Tolles gesehen und Lösungswege z.b. für das große Problem der Katzenquarantäne erhalten. Auch wird eine Kleinrudelhaltung angestrebt.
Das sind tolle Aussichten für die Tiere in Liepvre und wir hoffen, dass dieses neue Tierheim mit gutem Beispiel vorangehen wird.
Das SPA Colmar benötigt auch dringend ein neues Tierheim, das alte platzt aus allen Nähten, ist baufällig und die Hundeunterbringung ist nicht gut gelöst, aber leider fehlen hier bisher die Gelder.
Wir bleiben aber am Ball und tun zwischenzeitlich unser Bestes um den Tieren und den Menschen, die sich um sie kümmern, zu helfen.

